ZEN

Das Finden des Ochsen: „Hell ertönt der Nachtigallen Gesang, warm liegt die Sonn‘ auf den Blättern der im Winde sich wiegenden Weiden. Dort entdeckt er den Ochsen, nichts mehr kann ihn verbergen. Welch herrliches Haupt, welch stattliche Hörner! Kein Maler könnt‘ es erreichen.

Auf der SUChe

Am Anfang steht die Suche, die Suche nach dem „richtigen“ Beruf, einer Lebensform, die zufrieden macht, einer Partnerin/ einem Partner, bei der/ dem man sich geborgen fühlt. All dies kann mit der Suche nach dem Sinn des eigenen Lebens, mit der Suche nach seinem wahren Wesen zusammengefasst werden. – „Zen“ wird oft mit „Versenkung“ übersetzt, was aber nur einen Teilaspekt widerspiegelt. Es geht um einen spirituellen Weg, der sich in China im 7. Jh. aus Daoismus, Konfuzianismus und Buddhismus herauskristallisiert hat. Letztlich spielt aber die Erleuchtungserfahrung von Shakyamuni Buddha eine zentrale Rolle. Nach langer, teils verzweifelter Suche erfuhr dieser der Legende nach unter einem Bodhibaum: „Ich und das Universum sind eins!“

Trotz dieser Beziehung zu Buddha ist Zen aber keine Religion oder Philosophie. Zen ist frei von jeglicher Weltanschauung, es ist ein Erfahrungsweg. So wird es zumindest in der Zen-Linie „Leere Wolke“ gesehen, der ich als Zen-Lehrer angehöre. Die Grundübung ist die Achtsamkeit. Diese wird zunächst im Sitzen (=„Zazen“) eingeübt. Man konzentriert sich auf den Atem und versucht, alle Gedanken loszulassen. So einfach das klingen mag, so schwer ist es in der Realität, ist doch mit dem Loslassen auch die Absage an alle übernommenen Konzepte und Vorstellungen gemeint, ein Loslassen von dem, was wir als „Ich“ bezeichnen. Diese Achtsamkeit soll dann im alltäglichen Handeln jeden Augenblick gelebt werden.

Auf der SUChe

Am Anfang steht die Suche, die Suche nach dem „richtigen“ Beruf, einer Lebensform, die zufrieden macht, einer Partnerin/ einem Partner, bei der/ dem man sich geborgen fühlt. All dies kann mit der Suche nach dem Sinn des eigenen Lebens, mit der Suche nach seinem wahren Wesen zusammengefasst werden. – „Zen“ wird oft mit „Versenkung“ übersetzt, was aber nur einen Teilaspekt widerspiegelt. Es geht um einen spirituellen Weg, der sich in China im 7. Jh. aus Daoismus, Konfuzianismus und Buddhismus herauskristallisiert hat. Letztlich spielt aber die Erleuchtungserfahrung von Shakyamuni Buddha eine zentrale Rolle. Nach langer, teils verzweifelter Suche erfuhr dieser der Legende nach unter einem Bodhibaum: „Ich und das Universum sind eins!“

Trotz dieser Beziehung zu Buddha ist Zen aber keine Religion oder Philosophie. Zen ist frei von jeglicher Weltanschauung, es ist ein Erfahrungsweg. So wird es zumindest in der Zen-Linie „Leere Wolke“ gesehen, der ich als Zen-Lehrer angehöre. Die Grundübung ist die Achtsamkeit. Diese wird zunächst im Sitzen (=„Zazen“) eingeübt. Man konzentriert sich auf den Atem und versucht, alle Gedanken loszulassen. So einfach das klingen mag, so schwer ist es in der Realität, ist doch mit dem Loslassen auch die Absage an alle übernommenen Konzepte und Vorstellungen gemeint, ein Loslassen von dem, was wir als „Ich“ bezeichnen. Diese Achtsamkeit soll dann im alltäglichen Handeln jeden Augenblick gelebt werden.

Sein wahres Wesen finden

Unsere Betrachtungsweise der Welt wird von unseren Gedanken, Vorstellungen und Konzepten bestimmt. Es ist, als würden wir träumen, als hätten wir Angst, aufzuwachen, Angst, die Wirklichkeit zu sehen, wie sie ist, in all ihren Facetten. Dieses Erwachen gelingt nur dann, wenn wir eins werden mit jedem Augenblick, eins werden mit dem Universum, indem wir die Welt der Gegensätze verlassen. Dann steht nicht mehr ein „Ich“ der Welt gegenüber, sondern Ich und Welt sind eins. Dies wird im Zen umschrieben mit „Kensho“ – Erleuchtung. Für viele Übende das begehrte Ziel schlechthin, die Hoffnung, damit alle Probleme endgültig gelöst zu haben. Und doch ist dies auch nur wieder eine Vorstellung, eine Illusion, mit dieser Erfahrung alles erreicht zu haben und dadurch gleichsam im Paradies zu sein. Richtig verstanden trifft dies zwar in gewisser Weise zu, aber es ist die Erfahrung dessen, was schon immer da war, das Leben in seiner ganzen Fülle. Es ist die Hingabe an das Hier und Jetzt. Es ist ein radikales Loslassen und gleichzeitig ein Einlassen auf den nächsten Augenblick. So nüchtern das auch klingen mag, viele Zen-Meister haben diese Erfahrung der wahren Wesensnatur mit den Worten umschrieben: „Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich und wenn ich schlafe, dann schlafe ich.“

Sein wahres Wesen finden

Unsere Betrachtungsweise der Welt wird von unseren Gedanken, Vorstellungen und Konzepten bestimmt. Es ist, als würden wir träumen, als hätten wir Angst, aufzuwachen, Angst, die Wirklichkeit zu sehen, wie sie ist, in all ihren Facetten. Dieses Erwachen gelingt nur dann, wenn wir eins werden mit jedem Augenblick, eins werden mit dem Universum, indem wir die Welt der Gegensätze verlassen. Dann steht nicht mehr ein „Ich“ der Welt gegenüber, sondern Ich und Welt sind eins. Dies wird im Zen umschrieben mit „Kensho“ – Erleuchtung. Für viele Übende das begehrte Ziel schlechthin, die Hoffnung, damit alle Probleme endgültig gelöst zu haben. Und doch ist dies auch nur wieder eine Vorstellung, eine Illusion, mit dieser Erfahrung alles erreicht zu haben und dadurch gleichsam im Paradies zu sein. Richtig verstanden trifft dies zwar in gewisser Weise zu, aber es ist die Erfahrung dessen, was schon immer da war, das Leben in seiner ganzen Fülle. Es ist die Hingabe an das Hier und Jetzt. Es ist ein radikales Loslassen und gleichzeitig ein Einlassen auf den nächsten Augenblick. So nüchtern das auch klingen mag, viele Zen-Meister haben diese Erfahrung der wahren Wesensnatur mit den Worten umschrieben: „Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich und wenn ich schlafe, dann schlafe ich.“

"Höre den Ton der einen Hand!"

In der Linie „Leere Wolke“ nimmt die Schulung durch sogenannte Koans einen wichtigen Stellenwert ein. „Höre den Ton der einen Hand!“ ist ein solches Koan. Es geht zurück auf Hakuin Zenji, der Ende des 17.Jahrhunderts in Japan geboren wurde und die Rinzai-Schule des Zen maßgeblich reformiert hat. Ihm ging es darum, seine Schüler möglichst direkt dahin zu führen, dass sie an ihrem Denken, an ihren Vorstellungen und Illusionen scheitern und so ihr ureigenstes Wesen in aller Tiefe erfahren.

Bei einem intensiven Zen-Kurs (Sesshin) spielen Gong und Glocke eine wichtige Rolle. Jeder Schlag holt den Übenden in den Augenblick.

Der Begriff „Koan“ wird mit „Öffentlicher Aushang“ übersetzt und ist eine kurze Geschichte, eine beispielhafte Handlung oder Aussage eines Zen-Meisters, die oberflächlich betrachtet sinnlos, paradox und gänzlich unverständlich erscheint. – Im oben erwähnten Fall ist es naheliegend, zunächst an das Zusammenklatschen zweier Hände zu denken. Darum geht es aber nicht. Der Schüler soll den Ton der einen Hand hören …. Diese oder ähnliche Fragen können den einzelnen Schüler so sehr in eine existentielle Krise führen, bis dieser plötzlich oder nach und nach zu seinem wahren Wesen erwacht.

"Höre den Ton der einen Hand!"

In der Linie „Leere Wolke“ nimmt die Schulung durch sogenannte Koans einen wichtigen Stellenwert ein. „Höre den Ton der einen Hand!“ ist ein solches Koan. Es geht zurück auf Hakuin Zenji, der Ende des 17. Jahrhunderts in Japan geboren wurde und die Rinzai-Schule des Zen maßgeblich reformiert hat. Ihm ging es darum, seine Schüler möglichst direkt dahin zu führen, dass sie an ihrem Denken, an ihren Vorstellungen und Illusionen scheitern und so ihr ureigenstes Wesen in aller Tiefe erfahren.

Der Begriff „Koan“ wird mit „Öffentlicher Aushang“ übersetzt und ist eine kurze Geschichte, eine beispielhafte Handlung oder Aussage eines Zen-Meisters, die oberflächlich betrachtet sinnlos, paradox und gänzlich unverständlich erscheint. – Im oben erwähnten Fall ist es naheliegend, zunächst an das Zusammenklatschen zweier Hände zu denken. Darum geht es aber nicht. Der Schüler soll den Ton der einen Hand hören …. Diese oder ähnliche Fragen können den einzelnen Schüler so sehr in eine existentielle Krise führen, bis dieser plötzlich oder nach und nach zu seinem wahren Wesen erwacht.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wollen Sie Neues kennenlernen? Ich freue mich über ein Mail und nehme mir gerne Zeit für Sie!

Friedrich Hecher – Bakkalaureat in Philosophie, München; Musikerziehung/ Instrumentalmusikerziehung/ IGP, Wien; Autorisierter Zen-Lehrer der Linie Willigis Jäger „Leere Wolke“

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